Unsere Fluglehrer

Die Flugschüler sind Mitglieder in verschiedenen Luftsportvereinen des Luftsportverbandes Sachsen. Das sind der AC Pirna, der FC Kamenz, einige Jahre der FC Langhennersdorf und seit 2018 der FC Riesa-Canitz. In den Vereinen findet die praktische Flugausbildung an Wochenenden, an Feiertagen und während der Ferien statt. Zusätzlich können alle Flugschüler am Freitagsflugbetrieb des AC Pirna teilnehmen.
Wir stellen hier unsere vor:

Fliegerlehrgänge

Einen erlebnisreichen Bestandteil des Vereinslebens bilden die Fliegerlager. Sie finden während der Osterferien, während zweier Wochen der Sommerferien und in einer Woche der Oktoberferien statt. Diese Zeiträume ermöglichen allen Schülern eine intensive und effiziente Flugausbildung. Die Fliegerlehrgänge außerhalb des Heimatflugplatzes, z.B. in Rana (Tschechien) oder in Przylep (Polen) haben ihren ganz eigenen Reiz. Natürlich nutzen auch Schüler der Spezialisierungsrichtung „Luftfahrttechnik“ des BSZ die Chance über den Tellerrand hinauszuschauen. Und das Feeling ist tatsächlich anders. Schließlich ist schon die Vorbereitung äußerst umfangreich. Die Umgebung ist neu, Orientierungspunkte sind noch unbekannt und die Geflogenheiten sollen auf jedem Platz auch anders sein. Da sind wir mal gespannt …

Verschiedenes aus dem Fliegerleben

Das Fliegerleben hat sehr viele Facetten. Zwar weiß man meist, was man an diesem Tag gern machen möchte, doch oftmals kommt es dann doch ganz anders und meist sogar besser als gedacht…

Freitagsflugbetriebe

Flieger wissen, dass Theorie eine Sache ist, doch fliegen lernt man eben nur durch fliegen – und genau das verlangt Zeit. Den Flugschülern des Vereins wird empfohlen, um einen kontinuierlichen und somit effektiven Lernprozess zu ermöglichen, wöchentlich einen Tag in das Segelfliegen zu investieren. Doch jeder kennt die Schwierigkeiten, die sich ergeben, wenn man seine dienstlichen und privaten Verpflichtungen mit der Fliegerei in Einklang bringen muss. Jugendlichen geht es nicht anders. Deshalb wurde der Flugbetrieb über die Wochenend- und Ferienzeit hinaus erweitert. Im BSZ wurde der Stundenplan so gestaltet, dass der Unterricht freitags 11 Uhr endete und die Flugschüler ab 12 Uhr von ihren Fluglehrern empfangen werden konnten.
Besonderer Dank gilt den Eltern und Lehrern, die sich als Taxifahrer zur Verfügung stellten, um die Schüler von der Schule zum Flugplatz zu logieren.
Dieser zusätzliche Freitag-Nachmittag ist für die Schüler eine Möglichkeit, ihr Schul- und Fliegerleben besser miteinander abzustimmen und relativ zügig zur Lizenz zu gelangen.

Weltuntergangsfliegen

F-Schlepp

2012 hieß es doch, am 21.12. solle die Welt untergehen. Eric Bahr warf damals die Idee in die Runde, diesen Tag als Flugbetriebstag zu organisieren. „Glatter Unfug, unmöglich“ wurde ihm unter anderem erwidert, denn zu dieser Jahreszeit sei Fliegen wahrlich kein Vergnügen und unsere Flugzeuge befinden sich zu diesem Zeitpunkt bereits abgerüstet im Winterbauprogramm. Doch wenn die Jugend unbedingt will, so soll sie doch organisieren. Und genau das tat dann unsere Jugendgruppe. Inzwischen Jahr für Jahr neu.

Fluglehrerlehrgang

Fluglehrer braucht der Verein!

Doch woher nehmen?

Der Weg vom Lizenzpiloten zum Fluglehrer ist aufwendig. Als Mindestvoraussetzungen müssen eine Flugerfahrung als verantwortlicher Pilot von 100 Stunden und 150 Starts nach Lizenzerhalt sowie eine Strecke über 200 km erfüllt sein. Dann beginnen im Verein die Gewöhnungsflüge, d.h. der zukünftige Anwärter lernt mit etwa 20 Starts das Steuern des Flugzeuges aus dem hinteren Sitz, dem Fluglehrersitz.
Doch was ist Praxis ohne Theorie?
Als Fluglehrer muss man die Sprößlinge unterrichten können. Also trainiert man dies im Winter während des vereinseigenen Unterrichts und fertigt „Lehrproben“ an. Derart ausgerüstet unterzieht sich der Anwärter einer Auswahlprüfung, drei Flügen mit einem Prüfer. Erst dann geht es zum eigentlichen, 14 Tage währenden Lehrgang…

Streckenflug Workshop

2016 schaffte der AC Pirna den Sprung in die Erste Bundesliga. Das war natürlich kein Zufall. Dahinter stecken gezielte Bemühungen. Einerseits entwickelte sich durch unsere konsequente Jugendarbeit ein Potential an jungen Piloten, die an die Streckenfliegerei herangeführt werden können. Andererseits haben wir im Verein einen starken Kaderbestand, auch Streckenflughaie“ genannt, mit einer Unmenge von Erfahrungen und dem Ziel, 2016 den Durchmarsch von der dritten zur zweiten Liga zu realisieren. Genau diese Streckenflieger taten sich seit 2015 zusammen und gestalteten an einem Winterwochenende einen „Streckenflug Workshop“. Hier erhalten alle Interessenten die Chance, von unseren „Großen Fliegern“ zu lernen.

Flugbetriebe mit Partnervereinen

Die fliegerische Ausbildung im Rahmen der Spezialisierungsrichtung Luftfahrttechnik begann 2010 ausschließlich auf dem Flugplatz in Pirna. 2012 kam der Flugplatz Kamenz hinzu, da einige unserer Schüler in dessen Nähe wohnten. Später entwickelte sich die Anzahl interessierter Jugendlicher in einer Größenordnung, dass Pirna seine Ausbildungskapazitäten voll ausgeschöpft hatte. Auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten fanden wir im FC Langhennersdorf einen interessierten Partner. So fanden 2014 die ersten fünf Schüler von uns dort ihre fliegerische Heimat. Sie haben den Vorteil, den Flugbetrieb an zwei Flugplätzen zu kennen, da sie ja freitags in Pirna mitfliegen.
So entwickelt sich eine Partnerschaft zwischen den Flugsportvereinen in Kamenz und Langhennersdorf.

Landesjugendvergleichsfliegen

Das Erlernen des Segelfliegens ist eine Sache. Sich dann aber an Wettkämpfen zu beteiligen, eine Andere. Wir sind bestrebt, unsere jungen Piloten sehr frühzeitig an das Wettkampfgeschehen heranzuführen. Deshalb veranstaltet jedes Bundesland jährlich ein Landesjugendvergleichsfliegen (LJVF). Die drei Besten jedes Landes qualifizieren sich dabei zum Bundesjugendvergleichsfliegen.
Teilnehmen können alle Flugschüler, die mindestens den Ausbildungsabschnitt C (Fliegen im Einsitzer) absolviert haben und Lizenzpiloten bis zu einem Alter von 21 Jahren. Sie absolvieren drei Windenstarts mit verschieden Aufgaben, wie Kreisflug, Einteilung der Platzrunde, Seitengleitflug und Ziellandung, Wir berichten von den jeweiligen Erfahrungen …

Winterbauprogramm

Der Verein trägt sich finanziell selbst.
Um unsere Kosten möglichst gering zu halten, sind wir bestrebt, viele Arbeiten selbst zu bewältigen. Da unsere Mitglieder beruflich viele Branchen abdecken, können wir in vielen Gebieten auf umfangreiche Erfahrungen zurückgreifen. Jedes Mitglied des Vereins ist verpflichtet, sich mit einer bestimmten Stundenzahl während der Wintermonate in dieses Vorhaben, welches wir Winterbauprogramm nennen, einzubringen.
Unsere jungen Flugschüler finden sich im Laufe der Zeit in bestimmten Baugruppen wohl und gestalten auf diese Weise die Vereinsarbeit mit.
In folgenden Bauprojekte waren unsere Flugschüler aktiv involviert oder bearbeiteten sie vollkommen in eigener Regie:

Diesen Winter wurde ein großes Projekt angegangen – die Außengestaltung unseres Vereinsgeländes. Ideen gab es, aber auch ebenso viele Bedenken. Doch die Jugend legte los, natürlich mit Unterstützung unserer Erfahrungsträger, allen voran Perline, Gerd, Harald, Roman, Franz und unverhoffter Weise Bauer Jens mit seinem Traktor.
Am 18. Februar rückte Harald den letzten drei der fünf Tannen vor unserem Vereinsgebäude zu Leibe. Franz, dessen Traumberuf eigentlich „Baggerfahrer“ ist, holte alle Wurzeln der gefällten Bäume ans Tageslicht.
15 Jungpiloten räumten die Äste und Baumstämme weg, entfernten mit großem Eifer die alten Gehwegplatten, pflanzten die Hainbuchenhecke wieder ein und um, strichen die Fenstergitter, gaben einer Hecke am Zaun einen „Erziehungsschnitt“ und verbrannten in der Feuertonne die kleinsten Holzabfälle – jedoch nur, bis die Feuerwehr kam.
Jonas und Constantin-Iven organisierten die kulinarische Stärkung am Grill – ein Dankeschön der Luftfahrttechnik für die tatkräftige Unterstützung.
Das ganze Geschehen wurde mit den kritischen Augen des Vorstandes und vieler Vereinsmitgliedern beobachtet. Nach und nach wurden die besorgten Äußerungen durch Worte ersetzt, in denen Hoffnung und Anerkennung mitschwangen.
Das ganze Geschehen wurde mit den kritischen Augen einiger Mitglieder des Vorstandes und vieler Vereinsmitgliedern beobachtet. Nach unzähligen Arbeitshinweisen, wurden die besorgten und kritischen Äußerungen etwas leiser und durch Worte ersetzt, in denen Hoffnung und vielleicht auch ein ganz klein wenig Anerkennung mitschwangen.
Das Ergebnis des Tages kann sich sehen lassen. Wir sind gespannt, wie es weitergeht …

Ein besonderes Projekt in diesem Winter ist der Umbau eines Lagerraumes zu einem Jugendraum. Neben solchen „Kleinigkeiten“ wie Entrümpeln, Umlagern von Material, Elektrik erweitern und Malern ergab sich auch noch das Vorhaben aus gefundenem historischen Material eine kleine Traditionsecke wieder ins Leben zu rufen. Die ersten Teilerfolge sind hier zu sehen: