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2010 Freitagsflugbetrieb für unsere "Neuen"

Am 13. August 2010 waren die 13 Schüler des BSZ „Otto Lilienthal“ Freital erstmals auf dem Flugplatz in Pirna.
Nach ihrer Aufnahme als Flugschüler des ACP wurden sie u. a. in die grundlegenden Verhaltensweisen auf dem Flugplatz eingewiesen.
Gerd Rossow, Werkstattleiter und Fluglehrer, machte sie mit der Segelflugwerkstatt des ACP und den sich daraus ergebenen technischen Möglichkeiten vertraut. Ihr künftiges Schulungsflugzeug, den Bocian (auch Storch genannt), stellte ihnen der Techniker Klaus Noack vor. Da bei jedem Start ein Rettungsfallschirm anzulegen ist, demonstrierte der Fallschirmwart Frank Fülleborn die Handhabung und Funktionsweise dieses Rettungsgerätes.
Der folgende Tag erwartete die neuen Flugschüler mit strömendem Regen. An Fliegen war vorerst nicht zu denken. Die Fluglehrer Thoralf Marx und Franco Fritzsch weihten die Neulinge in die Geheimnisse der Aerodynamik und des Luftrechts ein. Nach drei Stunden Theorie, der Regen hatte nachgelassen, wurde die Frage, ob man heute noch fliegen wolle, mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet. Kurz danach ging es zum ersten Mal in die Luft. Alle konnten es kaum erwarten, gleich noch einmal zu starten. In den folgenden Wochen war das Wetter den neuen Flugenthusiasten nicht unbedingt gewogen. Lang anhaltende Niederschläge setzten dem Flugplatz mächtig zu. Dass das Wetter ein Teil der Fliegerei ist, lernten die Schüler ebenso schnell, wie die alte Weisheit „Fliegen heißt warten“. Die Wartezeit wurde mit Unterricht in Meteorologie und Technik verkürzt. Im Oktober erfuhr man von Fliegerfreunden in Kamenz eine freundliche Aufnahme und lernte somit auch einen weiteren Flugplatz kennen. Insgesamt absolvierten die Jugendlichen in ihren ersten drei Monaten als Flugschüler 192 Starts, absolvierten die Rollübungen, erlernten den Geradeausflug und den Kurvenflug. Einige begannen schon mit den Übungen für Start und Landung.
Während der Winterpause galt es, sich aktiv in der Segelflugwerkstatt an den Wartungsarbeiten zu beteiligen und so die technischen Details der Flugzeuge kennen zu lernen.
Ab April flogen die jungen Schüler wieder. Die ersten fünf erlebten im Laufe des Jahres ihre ersten Alleinflüge. Interessant war es zu erleben, wie die Schüler des ersten Jahrganges ihr Auftreten auf dem Flugplatz änderten. Sie nahmen die „Neuen“ regelrecht an die Hand und weihten sie in die Verhaltensweisen auf einem Flugplatz ein. Sie übernahmen damit einen Teil der Verantwortung und wurden damit buchstäblich zu den „Alten“.