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2015 Herbstlehrgang in Pirna

Vom 12. bis 16. Oktober nutzten wir wieder die Herbstferien zum Fliegerlager. Wir beabsichtigten in diesen Tagen unsere neuen Flugschüler in das ganze Flugplatzgeschehen so richtig zu involvieren. Erstmalig nahmen auch die Flugschüler nebst ihren Fluglehrern aus Langhennersdorf teil. Eine gute Mischung – für beide Seiten, wie sich schnell herausstellte. Das Wetter machte uns einen dicken Strich durch die Rechnung. Doch wir hatten vorsorglich schon einige Highlights organisiert.

So besuchten während in vier Gruppen insgesamt 34 Mann den Tower Dresden. Sehr schnell entspannten sich angeregte Gespräche unserer Piloten und Flugschüler mit den Lotsen und Lotsinnen des Towers, deren Stimmen sie bisher nur aus dem Funk kannten. Für viele war dies der erste Besuch auf einem Tower – eine gute Erfahrung, um das Zusammenwirken aller Beteiligten im Flugverkehr besser verstehen zu können.
An zwei Tagen war Flugbetrieb möglich, diese nutzten wir trotz Kälte bis zum Dunkelwerden aus. Beim gleichzeitigen Einsatz von fünf Doppelsitzern und einem Einsitzer schafften wir über 100 Segelflugstarts. Die größten Erfolge errangen Rik mit seiner A-Prüfung auf der ASK und Max und Patrick mit ihren ersten Alleinflügen auf dem Motorsegler.
Klaus Altenburger – Mitbegründer des Flugplatzes Pirna erzählte von den Anfangsjahren aus der Geschcihte unseres Flugplatzes. Alle neuen Flugschüler wurden von Robin Anton in die Theorie des Windenfahrens eingewiesen. Um in einer Notsituation bewußt reagieren zu können trainierten alle unter der Anleitung von Uli Petschat den Notausstieg aus einem Segelflugzeug.
Autofahren auf dem Flugplatz ist für alle jungen Flugschüler etwas Aufregendes, birgt aber auch Gefahren. Um diese zu reduzieren diente unsere Fahrschule. Franz Brem unterwies alle jungen Autobegeisterten über die gesetzlichen Bedingungen und theoretischen Kenntnisse. Heinz Mähnert investierte einen ganzen Tag in die praktische Fahrausbildung. Zum Ende erhielten die Schüler den Flugplatzführerschein, eine Voraussetzung für alle Nichtführerscheininhaber, um auf unserem Platz ein Fahrzeug bewegen zu dürfen. Fluglehrer vermittelten die ersten theoretischen Grundlagen: Gerd Rossow – Doppelsitziges Segelflugzeug, Hans Zima – Meteorologie, Manfred Bradl – Flugnavigationsrechner und Jens Perl – Navigation. Unserem Objekt taten die drei Regentag auch gut. Die Unterkünfte und Vereinsräume erstrahlen ebenso neu wie unsere Wilgas. Unter Francos Leitung wurden Sickerschächte gebuddelt und Regenrinnen an das Sickersystem angeschlossen. Am Puchacz zeigte Roland Sturm, wie Reparaturen mit Meisterhand ausgeführt werden. Beim Ab- und Aufrüsten konnten alle etwas lernen.
Manuela, auch Perline genannt, hatte sich der Verpflegung verschrieben. Sie leitete das sich täglich abwechselnde Küchenteam an. Eine Herausforderung besonders für diejenigen Jugendlichen, die nur Feinfrost und Pizza zu kennen scheinen. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die sich zum Gelingen dieser Tage eingebracht haben, nicht zu vergessen Frank Knappe, unseren Materialbesorger im Hintergrund.
Autor: Jens Perl


Welche Sichtweise unsere Jugendlichen zu diesen Tagen haben, erfahrt ihr hier:


Montag, 12. Oktober – Flugbetriebstag

Der Montag, der erste Tag des Fluglagers, begann um 9:00 mit dem Ausräumen der Segelflugzeuge. Zu dieser Zeit wurde auch der Twin der Langhennersdorfer aufgerüstet. Dabei gab es allerdings geringe Schwierigkeiten. Das Aufrüsten gelang aber nach Herbeiholen eines Technikers. Gegen 11:00 konnte dann endlich der Flugbetrieb, mit 5 Doppelsitzern, beginnen. Etwas später, 14:30 musste dann aufgrund des Wetters umgebaut werden, was allerdings schnell geregelt war. Nach einem schönen Flugbetriebstag bei kaltem Wetter wurde dann gegen 18:00 eingeräumt. So endete der Tag mit dem Abendbrot um 20:00.
Autorin: Saskia Treschau

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Dienstag, 13. Oktober – Flugbetriebstag



Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück und der morgendlichen Besprechung im Versammlungsraum, die Aufgaben werden verteilt und schon geht’s los. Als erstes mussten die Flieger aus der Halle geräumt werden, die am Vorabend äußerst kreativ in die Halle gestellt wurden. Danach war die Halle komplett leer. Eine kleine Truppe hatte sich bereit erklärt das Schleppflugzeug, die Wilga 35, zu putzen. Mit alten Lappen bewaffnet und etwas Waschbenzin zur Hilfe putzten sie die Wilga wieder sauber. Derweilen wurde der Flugbetrieb an diesem wunderschönen Herbsttag begonnen, auch wenn es etwas kühl war. Nach dem Mittag waren die Wilgaputzer fertig und stiegen mit in den flüssig laufenden Flugbetrieb ein. Den ganzen Tag waren fünf Doppelsitzer im Einsatz.
Um Platz und Zeit zu sparen wurde der alte Einsitzer „Pirat“ abgerüstet. Es wurde bis zum Sonnenuntergang geflogen, danach eingeräumt und die abendliche Besprechung abgehalten. Bei dieser kam raus, dass die falsche Wilga geputzt wurde! Danach gab es ein leckeres Abendessen und der Tag klang mit ein paar Gesprächen zufriedenstellend aus.
Autor: Paul Tandler


Mittwoch, 14. Oktober – Regentag



Auch dieser Tag startete für die meisten Teilnehmer mit einem Frühstück im Clubgebäude. Leider war das Wetter am Mittwoch trüb und regnerisch, so dass kein Segelflugbetrieb durchgeführt wurde. Nach dem Frühstück machte sich die erste Gruppe auf den Weg nach Dresden zum Flughafentower. Einige andere putzten in der Zeit die Wilga bzw. die Gebäude. Um 11 Uhr startete dann die zweite Gruppe, um den Dresdner Tower zu besichtigen. Auf dem Tower wurde uns erklärt, wie und womit die Lotsen arbeiten. Außerdem stellten wir viele Fragen und konnten uns die Geräte anschauen. Während unseres Aufenthaltes sahen wir wie ein Flugzeug durch die tiefen Wolken auf dem Flugplatz landete.
Zurück in Pirna hörten wir uns einen spannenden Vortrag zur Entstehungsgeschichte des ACP an. Nach dem Vortrag wurde erst mal gefaulenzt oder Arbeitsstunden vollrichtet. Da der Hunger schon groß war, gab es dann Abendbrot. Anschließend wurde uns die Theorie für den Flugplatzführerschein vermittelt und wir erhielten auch bereits unseren Flugplatzführerschein. Danach war der Tag zu Ende.
Autor: Jonas Frehle


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Donnerstag, 15. Oktober – Regentag



Wie es der Wetterbericht prognostizierte, wurde der Donnerstag des Fluglagers ein kalter und verregneter Tag. Doch das Wetter konnte die gute Stimmung der Flieger nicht trüben. So wurde am Frühstückstisch beschlossen, dass die letzte Gruppe von circa zehn Personen den Tower des Dresdner Flughafens besichtigen konnte. Während dieser Zeit bekamen die restlichen neuen Flugschüler Grundkenntnisse im Führen von Kraftfahrzeugen auf dem Gelände des ACP vermittelt. Nachdem dies abgeschlossen war, wurden die Flugschüler auf einen eventuellen Notausstieg vorbereitet, indem sie so schnell wie möglich aus dem Cockpit eines „Bocian“ herausspringen mussten. Schnellster war Jonas Fuchs aus der 12. Klasse des BSZ Freital-Dippoldiswalde mit 3,78 Sekunden. Nach einiger Zeit stießen die restlichen Schüler hinzu, die an der Towerbesichtigung teilnahmen. Ihnen wurde ebenfalls das Fahren beigebracht und auch sie absolvierten das Notausstiegstraining auf dem „Bocian“. Im Anschluss daran vermittelte uns Gerd Rossow Grundkenntnisse zur Funktionsweise und Technik von Segelflugzeugen. Danach referierte Hans Zima zum Thema „Meterologie in der Luftfahrt“. Nach Beendigung der Theorieeinheiten hatten die Schüler circa eine Stunde Freizeit, die sie auf ihren Zimmern nutzten, um für die am Abend anstehende Windenfahrertheorieprüfung zu lernen. Trotz des eifrigen Lerneinsatzes aller Schüler gelang es lediglich vier Schülern diese zu bestehen. Die erfolgreichen Prüflinge waren Christoph Silze, Karl Pietzsch, Luca Bodis und Paul Tandler. Die Absolventen werden zeitnah mit dem praktischen Training auf der Winde des ACP beginnen und somit einen wichtigen Teil zur Generierung des Flugbetriebes beitragen.
Autor: Hannes Edelmann

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Freitag, 16. Oktober – Regentag



Da auch am Freitag das Wetter fluguntauglich war, wurden nach dem Frühstück zuerst die Zimmer wieder in ihren Ausgangszustand versetzt, und danach wurde uns ein Einblick in die Navigation gegeben. Nach dem dann das Vereinsgebäude komplett im einem Zustand war, in dem man es an den Verein „zurück“ geben konnte, wurde Pizza als Abschiedsessen bestellt. Nachdem jeder glücklich und gut gefüllt war, wurde das Herbstlager noch ausgewertet und dann war auch schon das Ende erreicht.
Autor: Christoph Silze

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